Lehrlinie

 

Suzuki_Spruch_HP

 

Die Sangha des Lebendiges Zen e.V. wird geleitet von Ei Myo Genjo Gisela Weischede und Shosan Gerald Weischede.

Beide befinden sich seit den 80er Jahren auf dem buddhistischen Weg. Sie praktizieren Zen in der Tradition von Shunryu Suzuki Roshi und Richard Baker Roshi. Gerald Weischede ist Dharma-Nachfolger von Baker Roshi. Gisela und Gerald Weischede bauten zusammen mit Baker Roshi 1988 das buddhistische Kloster in Crestone/USA auf und übernahmen 1996 im Namen von Baker Roshi die Leitung des buddhistischen Zentrums Johanneshof im Schwarzwald. Seit 2004 leben beide nun in Göttingen und gründeten dort die Sangha Lebendiges Zen e.V..

Neben den Aktivitäten in der Sangha bietet Shosan Gerald Weischede in regelmäßigen Abständen verschiedene Kurse zum Thema Zen-Buddhismus unter anderem an der Göttinger Volkshochschule an. Darüber hinaus leitet er deutschlandweit mehrere Zen-Retreats im Jahr. In Göttingen bietet er aufgrund seiner langjährigen therapeutischen und zen-buddhistischen Erfahrung ebenso Psychotherapie in seiner Praxis an.

 

Wie es anfing…

Gerald_Gisela_1991Der räumliche Grundstein unserer Sangha wurde im Göttinger Schildweg gelegt, in der ersten Wohnung von Gisela und Gerald Weischede. Bereits dort fand – wie auch heute noch im Grasbergtempel in der Gotmarstraße 3 – täglich das morgendliche Zazen und zweimal die Woche ein abendliches Zazen statt. Als sich eine stabile Gruppe gebildet hatte, begannen die Planungen zur Gründung eines Vereins und die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten.

Eine herzlich offene Tür fanden wir bei der heute leider verstorbenen Hausbesitzerin Gisela Engelke. In der Hinterhoflandschaft der Gotmarstraße 3 half sie uns gern, einen Raum der Stille zu gestalten. Eine ehemalige Tischlereiwerkstatt mit viel Raum und einer angrenzenden Küche stand dafür zur Verfügung. Nach diversen Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten fand im Juni 2007 die große Einweihungsfeier des Vereins Lebendiges Zen e.V. sowie die Einweihung des Grasbergtempels statt. Seitdem steht der Zendo für jederman und jederfrau zur Zazen-Praxis herzlich offen.

 

 

 

Wo sind wir heute?

Wir praktizieren im Göttinger Grasbergtempel täglich Zazen in achtsamer Versunkenheit. Wir tun dies an einem Ort, um den wir uns gemeinsam kümmern. Auch das ist Zenpraxis: Möchten die Blumen auf dem Altar frisches Wasser? Was machen die Spinnweben? Die Matten, auf denen wir sitzen, brauchen heute den Staubsauger.

Die Küche lädt inzwischen zum gemeinsamen Reis- oder Hirsefrühstück ein. Wer kocht uns einen Tee? Nachdem wir von unseren Kissen aufgestanden sind, gibt es in diesem Raum viele Angebote zum achtsamen Tun.

Sich begegnen, Fragen stellen oder einfach zum Zazen kommen und dann wieder gehen, regelmäßig oder einmalig – all das fließt durch den Zendo mit einer wachsenden Zahl von Besuchern und Mitgliedern, so dass wir vor einiger Zeit einen zusätzlichen Abend für Anfänger eingerichtet haben. Eine schöne Gelegenheit auch für „Fortgeschrittene“, ihren Anfängergeist zu entwickeln.

In Erfurt hat sich im Laufe der letzen Jahre ebenfalls eine stabile Gruppe des Lebendiges Zen e.V. entwickelt, die sich regelmäßig zweimal wöchentlich zur Zen-Meditation trifft. Entstanden ist diese Gruppe durch die Seminartätigkeit von Gerald Weischede in Zusammenarbeit mit der Erfurter Universität. Mittlerweile bietet der Verein in Erfurt mehrmals im Jahr ganztätige Zazen-Seminare unter Leitung von Gerald Weischede an.

Die Kontinuität in all dieser Sangha-Bewegung geht von Shosan Gerald und Ei Myo Genjo Gisela Weischede und ihrer Praxis aus, die sie uns an diesem Ort zur Verfügung stellen. Und sie geht immer mehr über auf diejenigen, die kontinuierlich mit ihnen praktizieren möchten.

Seit 2009 sitzen wir ein mal im Jahr das traditionelle siebentägige Rohatsu-Sesshin, was eine begrenzte Zeit intensiver formell-klösterlicher Praxis bedeutet. Seit 2012 bietet der Verein, neben dem Rohatsu-Sesshin (Buddhas Erleuchtung) im Dezember, ein weiteres Sesshin (Buddhas Geburtstag) um die Osterzeit an.

Gerald und Gisela Weischede

Wo geht die Reise hin?

Der Verein versteht sich heute als lebendige buddhistische Sangha, die sich zwischen einer klösterlichen Praxis und einer inspirienden Laienpraxis im Alltag fortwährend entwickelt. Wir hoffen, dass die Samen aus Weisheit und Mitgefühl durch unsere tägliche Praxis an vielen Orten keimen und erblühen.